Familienzentrum

Zusatzkonzept

Zusatzkonzept Familienzentrum (FZ)

 

 

Einleitung:

Um den landesspezifischen und auch gesellschaftlichen Entwicklungen in NRW gerecht werden zu können (Tendenz der Berufstätigkeit beider Elternteile steigend, wachsende Zahl Alleinerziehender, zunehmende Zahl an Eltern, die mit der Versorgung und Erziehung ihrer Kinder auf sich allein gestellt sind), haben wir uns im Sommer 2009 auf den Weg gemacht, uns zum Familienzentrum zertifizieren zu lassen. Die erfolgreiche Zertifizierung erreichten wir ein Jahr später, im Sommer 2010; die Re-Zertifizierung im Sommer 2014.

 

Als Familienzentrum sind wir eine zentrale Anlaufstelle für die Bedürfnisse und Interessen des Einzelnen und der Gemeinschaft und nehmen die Funktion des Beraters und Unterstützers für Familien in unserem Sozialraum ein.

 

 Zielsetzung:

Durch die Vielfalt unserer Angebotsstruktur und der Tatsache, dass die vorhandenen Hilfe- und Stützsysteme leichter nutzbar gemacht werden,

ist es uns möglich, den Familien ein großes Maß an Hilfestellung und Unterstützung anzubieten, sie zu entlasten und ihnen in ihren Interessen und Fähigkeiten entgegenzukommen bzw. zu entsprechen sowie einer Verinselung entgegen zu wirken.

 

 Unsere Schwerpunkte lassen sich wie folgt zusammenfassen:

 

  • Förderung in Glaubensgrundlagen
  • ganzheitliche Religionspädagogik
  • intensive Betreuung, Bildung, Beratung und Unterstützung für Kinder und Eltern in unserem Sozialraum / Stadtteil über die Grundversorgung der Tagesstätte hinaus
  • verstärktes Angebot an bedarfsorientierten Angeboten für Familien:

insbesondere durch Qualitätssteigerung der frühkindlichen Bildung und Förderung durch: Entwicklungsbeobachtung und –dokumentation EBD

            nach Petermann/Petermann/Koglin,

Bildungsdokumentation durch Portfolio

 

  • Sprachförderung
  • Selbsthilfe-Gruppe „Initiative Down-Syndrom“
  • Stärkung der Eltern bei der Wahrnehmung ihrer Erziehungs- und Bildungsaufgaben durch: Elternseminare, Elternabende, Gesprächskreise im Elterncafé, Vater- bzw. Mutterkind-Aktionen, Angebote mit bzw. für Senioren, Krabbelgruppen (für 1-3 jährige),

Spielgruppen (für 2-3 jährige), Familiengottesdienste

  • Sicherung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch:   

das Angebot eines warmen Mittagessens, Vermittlung von Tagespflege,

Babysitter-Pool, Notfallbetreuung für Kinder, deren Geschwisterkinder die Einrichtung besuchen, Organisation einer Beratung für Zeiten, die über die Öffnungszeiten hinausgehen

  • Vernetzung mit anderen Institutionen und Kooperationspartnern,

wie z.B.: der Familienberatungsstelle (Jugendamt), Familienbildungsstätte,  

         Familienbüro, KTK, KBS, Schulen, Kindergärten, Kinderarzt, Logopäde,  

Ergotherapeut, Heilpädagoge, Gemeindecaritas, SKF,

Integrationsagentur der Caritas, Sportvereine

  • Einrichtung eines Ortes der Zusammenführung und Begegnung durch:

das Feiern von Gottesdiensten und Festen, Tag der offenen Tür,

Vater-Kind-Erlebniswochenende,...

 

 Zielgruppen:  

 

  • Familien unserer Kindertageseinrichtung
  • alle Interessierte/Familien aus unserem Sozialraum
  • Kinder und Jugendliche bis ca. 12 Jahren
  • Senioren

 

 Das katholische Familienzentrum St. Ewaldi erfüllt die Kriterien des Landes NRW.

Es bildet u.a. ein Netzwerk mit

 

  • den einzelnen Gremien der Gemeinde
  • den pastoralen Aktivitäten und Angeboten im seelsorgerischen Bereich
  • der katholischen Kindertagesstätte in der Gesamtpfarrei
  • den umliegenden Tageseinrichtungen im Sozialraum
  • den ortsansässigen Grundschulen
  • der katholischen Familienbildungsstätte des Dekanates in der Stadtmitte

 

  • der Erziehungsberatungsstelle
  • dem Familienbüro Aplerbeck.

 

Die kostenneutral zu gestaltenden Angebote finden statt in

  • den Räumen der Kindertageseinrichtung

(soweit der reguläre Kindertagesstätten-Betrieb

aufrechterhalten werden kann)

  • in den Räumen der Kirchengemeinde
  • in den Räumen des jeweiligen Anbieters.

 

 

Unsere Angebote im Einzelnen:

 

Beratung- und Unterstützung für Kinder und Familien

 

  • aktuelles Verzeichnis von Beratungs- und Therapiemöglichkeiten
  • aktuelles Verzeichnis von Angeboten zur Gesundheits- und Bewegungsförderung
  • eine Erzieherin hat folgende Qualifikation erworben:

„Aufbaubildungsgang für Sprachförderung, interkulturelle und interreligiöse Erziehung“; letzte Auffrischung, Fortbildung im April 2013

(interkulturelle Arbeit in der Kita)

  • Vermittlung von Eltern-Kind-Gruppen für unter dreijährige Kinder
  • Vermittlung und Begleitung zur Erziehungs- und Familienberatung,

jeden Montag offene Sprechstunde für Erziehungs- und Familienberatung in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr

  • Qualitätssteigerung der frühkindlichen Bildung und Förderung

durch: Entwicklungsbeobachtung und –dokumentation EBD

nach Petermann/Petermann/Koglin,

  • Bildungsdokumentation durch Portfolio
  • Organisation von Sprachfördermaßnahmen für Kinder im Alter von vier Jahren bis zum Schuleintritt, die zusätzlichen Sprachförderbedarf haben
  • Umsetzung des Projektes „Dortmunder Kinder gehen zur U“ für die Inanspruchnahme der U-Untersuchungen und Kooperation mit einer Kinderarzt-Praxis
  • Selbsthilfe-Gruppe „Initiative Down-Syndrom“;
  • Qualifikation einer Erzieherin zum Thema Gesundheitserziehung in 2013
  • Qualifikation zweier Erzieherinnen zum Thema

Bewegungserziehung/Psychomotorik (Mai 2012 und Dezember 2013)

 

  • Spezialisierung zweier Erzieherinnen zum Thema Kindeswohlgefährdung

Anfang 2014

 

Familienbildung und Erziehungspartnerschaft

 

  • aktuelles Verzeichnis von Angeboten der Eltern- und Familienbildung
  • Kurse zur Stärkung der Erziehungskompetenz

(Starke Eltern – Starke Kinder, Du und ich – gleich wir)

  • Vater-Kind-Erlebnis-Wochenende
  • einmal im Monat offenes Elterncafé
  • Eltern-Kind-Kurse
  • Pi-Pa-Purzelbaum, Eltern-Kind-Schwimmen (Kooperation mit Turnverein)
  • Bewegungsbaustelle (Kooperation mit Familienbüro)
  • Familienangebote (BB-Café in Kooperation mit dem Familienbüro)
  • Besuch des FluViums: Psychomotorisches Zentrum
  • themenbezogene Elternabende (Info-Abend für Eltern 4-jähriger Kinder, Fit für den Alltag- fit für die Schule,

Förderspiele mit natürlichen und gebrauchten Materialien,

Nimm mich an und schätze mich,                     

Das Sauberwerden – eine schwierige Entwicklungsphase)

  • Grundschulbesuch/Projekttage für die zukünftigen Schulkinder

 

 Kindertagespflege

 

  • Informationsmaterial zur Vermittlung und Nutzung der Kindertagespflege
  • Informationsmaterial für die Qualifizierung von Tagespflegepersonen
  • halbjährliche Vorstellungs- und Informationsveranstaltung in Kooperation mit Frau Sunder (Fachfrau für Kindertagespflege beim KTK)
  • Qualifikation einer Erzieherin als Fachfrau für Kindertagespflege (2009)

                       

 

Verbesserung der Vereinbarung von Beruf und Familie

  • jährliche Bedarfsabfrage der Öffnungszeiten und des Betreuungsbedarfs über die Öffnungszeiten hinaus
  • Vermittlung von Betreuung während der Ferien- und Schließungstage

durch die kath. Kindertageseinrichtung in Schüren

  • Betreuungsangebote für Kinder unter 3 Jahren

 

  • Organisation bzw. Angebot eines warmen Mittagessens
  • Organisation bzw. Vermittlung einer Notfallbetreuung für Kinder, deren Geschwisterkinder die Einrichtung besuchen
  • Babysitter-Pool
  • Vermittlung von Tagespflege

 

Öffentlichkeitsarbeit:

 

Die Angebote des Familienzentrums werden zielgruppenorientiert bekannt gemacht durch:

 

  • Flyer in deutscher, polnischer und englischer Sprache,

die an unterschiedlichen, zielgruppenorientierten Stellen ausgelegt werden

  • Plakate
  • Aushänge an der Pinnwand im Windfang des Familienzentrums
  • Informationen über einen Bildschirm im Windfang des Familienzentrums
  • Aushänge und Informationen an den Gruppen-Pinnwänden
  • Elternbriefe/Elterninfos
  • Pressemitteilungen in: der Tageszeitung (Ruhr-Nachrichten,

Stadtmagazin „Wir in Aplerbeck“)

 

 Weiterentwicklung:

 

Angebote des Familienzentrums werden in den regelmäßig stattfindenden Teamsitzungen reflektiert und evaluiert; dies geschieht auch bei den Treffen bzw. durch Gespräche mit unseren Kooperationspartnern; hieraus ergeben sich die gegebenenfalls anstehenden Neuanpassungen wie z.B.:

 

  • öffentlich rechtliche Kurzberatung: Angebot alle 3 Monate und außer der Reihe Terminvereinbarung nach Bedarf mit dem SKF in Hörde
  • offene Sprechstunde mit Ergotherapeut alle 3 Monate
  • neues, gut angelaufenes Projekt „Dortmunder Kinder gehen zur U“ seit Sommer 2013
  • da der Gelsenkirchener Beobachtungsbogen nicht für die U3Kinder vorgesehen ist, und wir ein einheitliches Beobachtungmodell vorziehen, arbeiten wir seit Sommer 2013 nach Petermann/Petermann/Koglin „Entwicklungsbeobachtung und –dokumentation, EBD“
  • das Angebot mit dem St. Ewaldi-Altenzentrum wurde wegen sehr guter Resonanz auf einen gemeinsamen Vormittag 1x im Monat (vorher alle 2 Monate) ausgedehnt
  • 1x monatlich besucht uns eine Seniorin als „Vorlese-Oma“
  • Deutschkurs für marokkanische Frauen im Frühjahr 2014
  • Elternabend für Alleinerziehende „Du und ich – gleich wir“
  • Gründung eines Fördervereins im Januar 2013 zugunsten des Familienzentrums

 

 

Überlegungen/Themen für die Zukunft:

 

  • zu Beginn eines Kindergartenjahres Elterninformationsabend zum Thema:

Kooperationspartner des Familienzentrums und ihre Angebote

(Warum Partnerschaft bzw. Kooperation mit Grundschulen, anderen  Tageseinrichtungen,…)

  • „hauseigene“ Abfrage, ob die Erwartungen an das Angebot erfüllt wurden,

ob das Angebot nochmal stattfinden sollte oder eher nicht

  • neue Angebote für den kreativen sowie kulturellen Bereich
  • Ausdehnung der erlebnispädagogischen Angebote
  • Kooperation mit einem örtlichen Pflegedienst
  • Einrichtung eines „hauseigenen“ Tageselterncafés

 

 

Stand Dezember 2014